Tadschikistan – Juwel des Pamir

Tadschikistan – Juwel des Pamir

Unterwegs auf der Seidenstraße – eine Tadschikistan Rundreise erfüllt Reiseträume

Tadschikistan? Wo liegt das überhaupt? Das Land an der Seidenstraße ist häufig nur Insidern und Zentralasien-Aficionados bekannt, deren Ziel das Pamir-Gebirge ist. Aber vielleicht macht genau das den Reiz einer Tadschikistan Rundreise aus: Neues zu entdecken, am Rande der uns bekannten Urlaubsländer. Machen wir uns auf nach Tadschikistan ins Herz der Seidenstraße.

Annäherung an Tadschikistan

Türkisch und Persisch, das waren die längste Zeit die dominierenden Sprachen des alten Karawanenweges, den Ferdinand von Richthofen als erster "Seidenstraße" nannte. Und so eng sind Persisch und Tadschikisch miteinander verwandt, dass eine Verständigung von Tadschiken und Iranern problemlos möglich ist. Wer sich heute aufmacht, während einer Tadschikistan Rundreise einen Teil des Weges auf der Seidenstraße zurückzulegen, wird sich in diesem kleinsten Land Zentralasiens immer noch perfekt auf Russisch mit den gastfreundlichen Bewohnern unterhalten können. Und doch leben im Schatten des riesigen Pamir-Gebirges viele Völker, deren Existenz den meisten unbekannt ist.

Tadschikistan Gebirge
Gebirge in Tadschikistan

Laut der UNESCO sind elf der von diesen Ethnien gesprochenen Sprachen akut vom Aussterben bedroht und die Abgeschiedenheit vieler Dörfer blieb trotz neuerer infrastruktureller Maßnahmen immer erhalten. Wer war nicht alles auf der Seidenstraße unterwegs? Eine Tadschikistan Rundreise bringt uns in Kontakt mit der über 2.500 Jahre alten Geschichte des Landes, das abwechselnd unter der Herrschaft von Persern, Saken und Hunnen stand. Auch Alexander der Große verleibte das Land seinem Großreich ein und Kontakte zum übermächtigen Chinesischen Reich sind seit über 2.000 Jahren belegt. Marco Polo beschrieb im 13. Jahrhundert auf seiner Reise durch den Pamir das "wilde Tier mit riesigen Hörnern" – und wurde so zum Namenspatron dieser eigentümlich anmutenden Schafart, die wir auch als Argali kennen. Die Mongolen taten sich zu dieser Zeit als Bedrohung für gesamt Zentralasien in erster Linie als Zerstörer hervor, und doch ließ sich ein Teil von ihnen später sogar hier nieder. Dynastien des benachbarten Usbekistans kontrollierten die Region und im 19. Jahrhundert dominierte eine Reihe von Aufständen das ganze Ferghanatal. Die historischen Konsequenzen mit all ihren kulturellen Facetten erleben wir auf der Seidenstraße täglich im Verlauf unserer Tadschikistan Rundreise.

Die Zeit ab 1865 beschreibt eine Epoche größter Umwälzungen. Die Ausdehnung des Russischen Kaiserreichs hatte in Sankt Petersburg oberste Priorität und ab 1917 war gesamt Zentralasien als Generalgouvernement Turkestan dem Kaiserreich eingegliedert worden. Die Tadschikische Sozialistische Sowjetrepublik wurde im Jahre 1929 gebildet und ihr wurde das westliche Ferghanatal zugeteilt – und damit auch die von Alexander dem Großen gegründete Stadt Chodschand. Seit September 1991 ist Tadschikistan unabhängig und sucht zwischen seinen Nachbarn Usbekistan, Kirgistan, China und Afghanistan seine kulturelle und politische Identität.

Alles überragend

Eine Tadschikistan Rundreise auf der Seidenstraße ist gleichzeitig immer auch eine Auseinandersetzung mit höchst unterschiedlichen Lebensbedingung der Länder Zentralasiens, die sich alle ab 1990 nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion der kompletten Neuordnung zu unterwerfen hatten. Die Bedingungen für Tadschikistan waren als Land, das kaum über Bodenschätze verfügt, denkbar schlecht. Nur sieben Prozent der Fläche des Landes sind landwirtschaftlich nutzbar und ein Fünftel seiner rund neun Millionen Bewohner muss mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen. Und dann das: 165 Meter hoch ist der höchste Fahnenmast der Welt – und er steht ausgerechnet in der Hauptstadt Tadschikistans. Dabei hat gerade dieses Land einen künstlichen Höhenrekord kaum nötig. Über 70 Prozent Tadschikistans sind Hochgebirge, rund die Hälfte liegt auf einer Höhe von mehr als 3.000 Metern und fast ein Viertel der Landesfläche wird im Osten vom Tajik-Nationalpark eingenommen. Diese Zahlen verdeutlichen jedem Gast während einer Tadschikistan Rundreise, dass die Verkehrswege auf der Seidenstraße dem Besucher einiges abverlangen. Mit 7.495 Metern ist der Pik Ismoil Somoni, früher Pik Kommunismus, der höchste Gipfel des Landes und die Gebirgsketten des Alai und Serafschan sind nicht weniger beeindruckend. Zusammen mit dem Fan-Gebirge sind diese Berglandschaften mit all ihren einzigartigen Naturschönheiten bei uns beinahe unbekannt und versprechen uns doch allesamt auf der Seidenstraße ein einzigartiges Naturschauspiel auf unserer Tadschikistan Rundreise.

Duschanbe – Perle des Hissargebirges

Das persische Wort für "Montag" wurde zum Namen der Hauptstadt. Montags war gleichzeitig der traditionelle Markttag und der Name Stalinabad, den Duschanbe von 1929 bis 1961 trug, hat sich nie durchsetzen können. Heute noch verteidigt die Stadt ihren Ruf als die schönste der zentralasiatischen Hauptstädte auf der Seidenstraße. Unsere Tadschikistan Rundreise findet ihren Anfang in einer Stadt, die bis vor kurzer Zeit mit ihren typischen pastellfarbenen Häusern immer noch dörflichen Charme verbreitete. Niemand würde in Duschanbe das größte Teehaus der Welt erwarten! Der Präsidentenpalast mit seinen griechischen Säulen und goldenen Kuppeln am Ende des Rudaki-Parks ist kaum zu verfehlen. Die archäologische Sammlung des Nationalmuseums beherbergt einen einzigartigen Kunstschatz: Etwa 1.500 Jahre alt ist die größte Buddhafigur Zentralasiens aus der Kushan-Periode. Auf der Seidenstraße während einer Tadschikistan Rundreise wird man an keinem Ort Vergleichbares bewundern können. Die größte Bibliothek Zentralasiens ist nicht weit entfernt. Zumindest die Fläche der tadschikischen Nationalbibliothek ist mit rund 45.000 Quadratmetern einzigartig. Die meisten Regale warten noch darauf gefüllt zu werden. "Tadschikistan im Spiegel der Geschichte", das Hauptwerk des Präsidenten Emomalii Rahmon, soll aber bereits einen Ehrenplatz bekommen haben.

Picknick mit Alexander

Etwas sollte man schon darauf achten, wo man bei einer Tadschikistan Rundreise auf der Seidenstraße seine Decke ausbreitet, um sich für eine Pause niederzulassen. So heiß und trocken die Sommermonate auch sind, so zählt man jährlich im Durchschnitt an den Südhängen des Hissargebirges eine Niederschlagsmenge von 1.700 Millimetern. Über 1.200 Seen hat das Land – zu viele, um allen einen Namen zu geben. Eine traumhafte Fahrt führt zum Iskandarkul, dem wohl schönsten See im Fan-Gebirge. Hier, am Alexander-See, soll man bei Vollmond heute noch Bukephalos, das Lieblingspferd von Alexander dem Großen, über das Wasser galoppieren sehen. Nur kleine, versprengte Bergdörfer gibt es auf unserem Weg, der auch zu einem Wasserfall führt. Vierzig Meter tief stürzt hier ein reißender Fluss und von einer Aussichtsplattform bietet sich ein Ausblick in die wilde Berglandschaft des Pamirs.

Tadschikistan Pamir Gebirge
Tadschikistan - Pamir Gebirge

Der Weg ins Ferghanatal

Angesichts der überwältigenden Landschaftseindrücke hat man fast vergessen, dass man sich am Rande einer der wichtigsten Handelsstraßen der Geschichte befindet. Jetzt noch ist das Reisen hier gespickt mit Hindernissen. Wie beschwerlich muss hier das Fortkommen zur Blütezeit der Seidenstraße gewesen sein! Ein Besuch der ehemals bedeutenden Oase Istarawschan verdeutlicht uns die kulturhistorische Bedeutung der Region. Hoch über dem Ort erhebt sich der Zitadellenhügel Mugh Teppa und ein Besuch der Medrese des Sultans Abdularif ist obligatorisch. Ein weiteres Mal stoßen wir in Chodschand auf die Spuren von Alexander dem Großen: Auf ihn geht die Gründung des Ortes zurück. Von hier ist das Ziel nicht mehr weit. Das Ferghanatal ist eine der am dichtesten besiedelten Regionen Zentralasiens, zurückzuführen auf seine seit der Antike bewässerten Felder und blühenden Landschaften. Von alters her bekannt als ein einziger Obst- und Gemüsegarten, gelten die Verheißungen des Tals heute noch für jeden Besucher. Tadschikistan ist ein Erlebnis für alle Sinne!

Unsere Tadschikistan Reise

Blühende Oasen der Seidenstraße
15 Tage Erlebnisreise
Usbekistan

Blühende Oasen der Seidenstraße

  • Jurtenübernachtung am Aydar Kul
  • Über Termez nach Tadschikistan
  • Iskandarkul im Fan-Gebirge
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ab € 2.395 inkl. Anreise