China – Entdeckungen zwischen Tradition und Moderne

China – Entdeckungen zwischen Tradition und Moderne

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China – eine Rundreise durch das Reich der Mitte

China, das sind rund 1,38 Milliarden Menschen, das ist 26-mal Deutschland, das sind 5.000 Jahre Kulturgeschichte und 56 als Nation anerkannte ethnische Gruppen. Wir müssen nicht lang drum herum reden: Eine China Rundreise müsste Jahre dauern, wenn wir all das sehen und verstehen wollten. Soviel Zeit hat keiner. Geben wir also ein paar Tipps für alle, die sich bei einer China Rundreise zeitlich einschränken müssen.

Dass China riesig, vielfältig, komplex und unverwechselbar ist, ist eine Binsenwahrheit für alle, die sich nur ein wenig mit den Entwicklungen in der Welt beschäftigen. Die Chinesen sind Globalisierungsgewinner und Traditionalisten in einem, Reichtum und Armut stehen nebeneinander und das einzig Beständige scheint der Wandel zu sein.

Beginnen wir unsere Beobachtungen in Beijing, nicht nur, weil wir hier in der Hauptstadt sind, sondern, weil die meisten China Rundreisen hier anfangen oder enden. Die Olympiastadt von 2008 bietet einen wunderbaren und voluminösen Einstieg in das Thema China. Sommerpalast, Kunming-See, die Verbotene Stadt und die nahe Große Mauer – an einem der ersten Abende der China Rundreise, bei einer Peking-Ente, diskutiert man nach all diesen Eindrücken unweigerlich den Begriff des Reichs der Mitte. Als Konfuzius vor 2.500 Jahren lebte, kannte man das Reich der Mitte noch nicht, sah sich aber schon als Zentrum der Zivilisation. Die Idee einer nationalen Einheit Chinas kam erst später auf, mit den Reichseinigungen. Nachdem die Mongolen eine Stadt schufen, in der sich Marco Polo vor lauter Pracht die Augen rieb, bauten sie die Kaiser der Ming-Dynastie zu einem Himmel auf Erden aus. Und heute? Zugegeben, manchmal sieht man den Himmel von Erden aus nicht, aber nirgendwo lernen wir während einer China Rundreise so schnell, was es heißt, im Reich der Mitte zu sein.

Chinas Selbstbewusstsein

Auch in den Kaiserstädten Xian und NanjingRundreise China Nanjing nahe Shanghai, zwischen Großer Wildganspagode und Konfuziustempel, lässt sich in der Gruppe trefflich diskutieren: Wer hat denn nun die Kultur gepachtet, WIR Europäer oder DIE Chinesen? Das traditions- und selbstbewusste China hält uns bei unserer Rundreise den Spiegel vor und lehrt uns wie schon Marco Polos Zeitgenossen, dass es immer mehrere Wege zum Glück gibt.

Der chinesische Weg zum Glück

Kommen wir zurück zum Anfang: Der chinesische Weg zu Glück und Erfolg ist untrennbar mit der Vielfalt des Riesenreiches verbunden. Zum Beispiel die Religionen: Konfuzius trifft auf Lao Tse trifft auf Gautama Buddha trifft auf Mohammed, und irgendwie sitzt der Papst auch noch am Tisch. Überall bei einer China Rundreise erleben wir historische und lebendige Zeugen des religiösen Miteinanders: Moscheen in Xian, Konfuziustempel in Nanjing, buddhistische Tempelhöhlen in Luoyang, es ist manchmal schwer, den Überblick zu behalten.

Größe und Details

Denn vieles in China ist einfach nur groß! Die Städte gehören zu den größten der Welt, die Berge Tibets zu den höchsten, der Fluss Yangtze zu den längsten. Man darf sich von den Superlativen, so beeindruckend sie sein mögen, nicht den Blick auf die Details verstellen lassen. Rundreise China NanjingDenn es gibt sie noch, die authentischen kleinen Dörfer und Städte, in denen das alte China uns bei unserer Rundreise die Tür öffnet. Die 40.000-Einwohner-Stadt Pingyao südlich von Taiyuan ist so ein Ort. Das Zentrum ist von einer Ming-Mauer begrenzt, dahinter verbergen sich altertümliche Gassen, ein Konfuziustempel, ein Stadtturm und der Yamen, der Komplex alter Amtsgebäude. Und fast hätten wir es vergessen, früher gab es hier rund 20 Wechselbanken und Pingyao zeigt uns so, wie geschäftstüchtig man seit jeher in China war.

Shanghai und Hongkong - Megametropolen

Was für ein Kontrast offenbart sich uns, wenn wir in den Metropolen des Landes stehen. Am Bund etwa, der großartigen Hafenpromenade Shanghais. Sicherlich fällt unser Blick auch auf die kolonialen Gebäude neben uns, doch was uns gefangen nimmt, ist die Skyline Pudongs auf der anderen Seite des Flusses Huangpu: Der Oriental Pearl Tower, der Jin Mao Tower und das World Financial Center – drei 400-plus-Meter Hochhäuser flankieren den Shanghai Tower, der mit 632 Metern zur Zeit das höchste Gebäude Chinas ist. In Hongkong reiben wir uns bei unserer Rundreise die Augen. Wie kann man eine Millionenstadt bauen an einem Ort, der dafür gar keinen Platz hat? Alles in Hongkong ist ein wenig enger, eingezwängt zwischen Wasser und Bergen. Aus der ehemaligen britischen Kolonie wurde eine Sonderverwaltungszone, wie es im Bürokratenchinesisch heißt. Wir lernen bei unserer China Rundreise in Hongkong beide Seiten kennen, hören Englisch neben Kantonesisch und erfreuen uns an einer außerordentlich internationalen gastronomischen Szene genauso wie an Nachtmärkten, dem Geschichtsmuseum und der Insel Lantau.

Wasserwandern auf dem Yangtze

Es waren lange Diskussionen, als der Yangtze aufgestaut wurde zu seiner jetzigen Form. Lohnt eine Kreuzfahrt auf dem Fluss noch, lautete eine oft gestellte Frage? Die Antwort damals wie heute: Natürlich! 6.380 Kilometer schlängelt sich der drittlängste Fluss der Erde auf seinem Weg vom Hochland Tibets bis zum Ostchinesischen Meer. Rundreise China YangtzeEine Schifffahrt zwischen Chongqing und Yichang gehört noch immer zu den Highlights einer jeden China Rundreise, die Wert auf Abwechslung und Ruhephasen legt. Die Felswände der Qutang-Schlucht sind nun zwar „nur noch“ 800 Meter hoch, aber wer erkennt schon mit bloßem Auge den Unterschied? Gut, die vielen Strudel und Stromschnellen sind verschwunden, aber der riesige Drei-Schluchten-Staudamm ist auf der anderen Seite eine eigene Attraktion, die allemal entschädigt. Und die 76 Kilometer lange Xiling-Schlucht ist noch immer eine Sehenswürdigkeit der Extraklasse.

Tibet – das andere China

Vom Wasser auf die Berge. Und auf was für welche. Die Autonome Region Tibet ist so faszinierend anders als der Rest Chinas, dass sie eigentlich ein ganz eigenes Reiseziel für sich ist. Und doch gehört allein die Bahnfahrt von Xining hinauf nach Lhasa auf das Tibet-Qinghai-Plateau zu dem Schönsten und Aufregendsten, was man bei einer China Rundreise erleben kann. Über riesige Viadukte und Brücken und durch dunkle Tunnel führt der Weg hinauf zum Tanggu-Pass auf 5.072 Metern Höhe und wieder hinunter nach Lhasa auf 3.700 Meter – auf das Dach der Welt. Dass die Uhren hier anders ticken, sehen wir auf Schritt und Tritt. Bunte Gebetsfähnchen wehen im Wind, Tibet ist eine Hochburg des Buddhismus. Und überall grüßt die Kulisse des Himalaya-Massivs. Der Höhepunkt einer jeden Tibet Reise? Der Potala-Palast, der ehemalige Winterpalast des Dalai Lamas. Auch wenn er heute weitestgehend verlassen ist, er ist weiterhin ein Ort stiller Verehrung für viele gläubige Tibeter.

Lassen Sie sich von dem Anblick Tibets verzaubern (Quelle: Fremdenverkehrsamt China):

Nicht verpassen - das unbekannte China

Wir sagten es eingangs: Eine umfassende China Rundreise, die alle landschaftlichen und kulturellen Höhepunkte einschließt, würde Jahre dauern. Deshalb konzentrieren sich viele bei ihrer ersten China Rundreise auch auf die traditionellen Höhepunkte: Beijing mit der Großen Mauer, Xian mit der Terrakotta-Armee, Shanghai, Suzhou und Hangzhou am Gelben Meer. Vielleicht einige Tage auf dem Yangtze. Eine solche Reise macht Spaß, öffnet neue Horizonte und schafft Erlebnisse, von denen man noch lange zehrt. Nun kommt aber der Appetit beim Essen, wie es so schön heißt. Und deshalb ist es gut, dass es mehr China gibt, als man bei der ersten Reise entdecken kann.

Die Minderheiten Südchinas

Wir setzen unsere China Rundreise fort, abseits der gängigen Touristenrouten. Unser Ziel: Der Süden Chinas mit seiner Vielzahl ethnischer Minoritäten. 92 Prozent aller Chinesen sind sogenannte Han-Chinesen. Dabei geht der Begriff Han auf die gleichnamige Dynastie zurück, die ab dem Jahr 206 v. Chr. rund vierhundert Jahre lang regierte. Aber erst im frühen 20. Jahrhundert entstand das Konzept einer chinesischen Nation mit den Han als größter Nationalität. Im Süden des Landes allerdings leben viele der 55 anerkannten ethnischen Minoritäten. Hier ist bei einer Rundreise die ganze Vielfalt Chinas in den Gesichtern der Menschen, ihrer Kleidung, ihren Sprachen und Dialekten und ihren Traditionen abzulesen. Die Hakka kommen zum Beispiel ursprünglich aus Sibirien. Seit mehr als 1.000 Jahren aber leben sie in der Region um Longyan, 150 Kilometer im Landesinneren von Xiamen, in festungsgleichen Rundhäusern. Die Yao wurden erstmals vor mehr als 2.500 Jahren erwähnt, Rundreise China Yao Minderheitviele von ihnen leben heute in Grenznähe zu Vietnam, Laos und Myanmar. Die Dong sind bekannt für ihre virtuosen Holzbauten, die pagodenartigen, heiligen Trommeltürme und die aufwendig hergestellten und überdachten „Wind-und-Regen-Brücken“. Die Miao wurden schon vor mehr als 2.000 Jahren von den Han immer weiter nach Süden verdrängt. Sie tragen an Festtagen aufwendigen Kopfschmuck. Eine letzte Volksgruppe auf unserer Rundreise durch Chinas Süden sind die Naxi, die in der Provinz Yunnan leben und eine ganz besondere spiritistische Naturreligion leben.

Im Süden begegnet uns bei unserer Rundreise immer wieder das unbekannte Bilderbuch-China. In Guilin in der Provinz Guangxi haben die Götter und die Natur wunderschöne Landschaften geformt: mystische Karstkegel, die inmitten von Reis- oder Lotusfelder stehen, Bambuswälder und märchenhafte Bergszenerien unter der Sonne des Südens. Und durch diese Landschaften fließt zwischen Guilin und Yangshuo der bezaubernde Li-Fluss.

Ganz im Süden Yunnans dann, nahe der vietnamesischen Grenzen, haben die Hani die weltweit größten Reisterrassen gebaut. Wie surreale Gemälde sehen diese fantastischen Anlagen aus der Luft aus. Unwirklich schön wird es auch weiter im Norden, zwischen Dali, Lijiang und Zhongdian: Das knapp 5.600 Meter hohe Jadedrachen-Schneegebirge ist schon aus der Ferne zu sehen und thront mit seinen schneeweißen Gipfeln über uns wie eine kalligraphierte Landschaft mit Seen, hölzernen Brücken und Pagoden. Dann ein letzter Höhepunkt einer Südchina Rundreise – die Tigersprungschlucht. Sie ist mit 3.900 Metern die tiefste Schlucht der Welt. Glaubt man der Legende, so kann ein Tiger die Schlucht in zwei Sprüngen meistern. Was kommt danach? Eine kurze Busfahrt und die letzte große Stadt vor dem Himalaya – Zhongdian, auch bekannt als Shangri-La. Ein wunderbarer Ort, um über das Paradies und die Vielfalt Chinas nachzudenken und eine kleine Rundreise durch die bekannten und weniger bekannten Regionen des Landes zu beenden.


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