Mittelamerika – Vulkane und Mayastätten

Mittelamerika – Vulkane und Mayastätten

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Zwischen mystischen Stätten und exotischer Natur - auf Rundreise durch Mittelamerika

Mittelamerika, das Land „zwischen den Amerikas“: Das klingt, als spräche man von einer Art zu kurz gekommenen kleinem Bruder der großen Geschwister im Norden und Süden. Ein Bild, das einen auf die ganz falsche Fährte lockt. Mittelamerika, umgeben von den Stränden der Karibik und des Pazifiks, ist der grüne, feurige, lebensfrohe und exotische Mittelpunkt Amerikas. Wir nehmen Sie mit auf eine Rundreise nach Mittelamerika – zu den Highlights so vielfältiger und unterschiedlicher Länder wie Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica und Panama.

Es ist ein wenig verwirrend. Wer heute den Begriff Mittelamerika verwendet, meint häufig die Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika und die Inseln und Staaten der Karibik. Andere sprechen, wenn sie das Festland meinen, von Zentralamerika. Wie dem auch sei, wir wissen, wo wir bei unserer Rundreise nach Mittelamerika hinwollen: In die Länder südlich von Mexiko und nördlich von Kolumbien, die schon immer eine Bühne für den Austausch von Gütern, Kulturen und Ideen zwischen Nord und Süd waren.

Von Maya und Eroberern

Rundreise Mittelamerika Tikal GuatemalaDas erste Ziel unserer Rundreise durch Mittelamerika ist Guatemala, das „Land der Bäume“. Was werden Modesto Méndez und Ambrosio Tut wohl gestaunt haben, als sie 1848 bei ihrer Expedition durch die Urwälder plötzlich auf die alte Mayastadt Tikal stießen, mit ihren riesigen Tempeln, ihren Plätzen und mit Hieroglyphen übersäten Stelen? Tikal ist noch heute ein mystischer Ort und er bietet uns einen willkommenen Anlass, gleich zu Beginn unserer Entdeckungen auf die großen Themen zu sprechen zu kommen, die die Staaten, Kulturen und Menschen Mittelamerikas das letzte Jahrtausend prägten: Auch wenn Tikal wohl im 10. Jahrhundert schon verlassen war – die Maya hatten es sich schon mehr als 3.000 Jahre lang in der Mitte Amerikas bequem gemacht und eine komplexe Hochkultur entwickelt. Sie betrieben Landwirtschaft und Handel, pflanzten Mais, Bohnen und Paprika, bescherten Europa Papaya, Mango und Kakao. Vor den Hohepriestern, die allein mit den Göttern sprachen, hatten sogar die Könige Respekt. Und Götter gab es viele, mehr als 250. Es gab Götter für Tod und Leben, Regen und Donner, Krieg und Frieden, sogar für Schokolade war ein Gott zuständig. All dies, und wir werden es bei unserer Rundreise durch Mittelamerika nicht nur in Guatemala erleben, verschwand in kürzester Zeit, nachdem die spanischen Konquistadoren Mittelamerika betraten. In Santiago, dem heutigen Antigua, bauten sie die Hauptstadt von Neuspanien. Das Mayareich legten sie in Schutt und Asche. Krankheiten, innere Streitigkeiten der Maya paarten sich mit der Brutalität der Eroberer. Und auch die Kirche half mit, das Erbe der Maya zu zerstören, allen voran Bischof Diego de Landa, der kurzerhand alle Mayaarchive verbrennen ließ, die ihm in die Hand fielen. Ironie der Geschichte: Es war die harte Hand der Konquistadoren, die einen anderen Bischof, Bartolomé de las Casas, zu seiner Klageschrift über die Zustände in Lateinamerika veranlasste. Sie wiederum sorgte dafür, dass man sich in Spanien wenigstens theoretisch Gedanken über die Menschenrechte machte. Die Realität der Unterworfenen in Mittelamerika berührte das häufig nicht, sie wurden in das berüchtigte Encomienda-System gezwängt, das den spanischen Kolonialherren für ihre Indigo-, Kaffee-, Kakao- und Tabakpflanzungen kostenlose Arbeitskräfte bescherte. Auf unserer Rundreise durch Mittelamerika müssen wir diese Dinge wissen, um zu verstehen, was sich hinter den versunkenen Mayastädten und –tempeln, hinter idyllischen altstädtischen Kolonialensembles und dem noch heute akuten Kampf der Maya um ihre Bürgerrechte verbirgt.

Lieblingslandschaften

Fahren wir weiter, setzen wir unsere Rundreise durch Mittelamerika fort. Guatemala wartet mit vielen Mayastätten auf, El Ceibal und Yaxha zum Beispiel. Uns zieht es aber zu der fröhlichen Seite des guatemaltekischen Alltags, zum Markt von Chichicastenango, Rundreise Mittelamerika Markt Guatemalawo es alles zu kaufen gibt, was es zu kaufen gibt und uns Farben, Düfte und Geräusche in ihren Bann schlagen. Still und erhaben wird es hingegen an den Ufern des Atitlán Sees. Der amerikanische Forschungsreisende John L. Stephens nannte den See „das großartigste Schauspiel, das wir je gesehen haben.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Und so ist es häufig bei einer Rundreise durch Mittelamerika – vor lauter Vulkanen, Gebirgen, Seen, Stränden und Dschungeln weiß man gar nicht, was die persönlichen Lieblingslandschaften sind. In Honduras, wenn wir die Mayastätte Copán schon hinter uns gelassen haben, kommen wir im Westen wieder in solche Zauberlandschaften. Berge und Nebelwälder, idyllische Seen und alte Städte wie Comayagua sind einige der Gründe, warum Honduras für viele Rundreisende ein Geheimtipp in Mittelamerika ist.

Koloniales Nicaragua

Während unserer Rundreise durch Mittelamerika bietet uns Nicaragua immer wieder Gelegenheit, in das koloniale Zeitalter einzutauchen. Zum Beispiel in Granada, wo die Kathedrale im morgendlichen Sonnenschein liegt. Oder in Léon, der früheren Hauptstadt, der Stadt der 16 Kirchen. Beide Orte wurden in den 1520er Jahren gegründet und lassen die alten Zeiten aufleben. Ein Kontrapunkt unserer Rundreise durch Mittelamerika: Trotz aller historischen Kulissen ist gerade León eine sehr progressive und lebendige Stadt, die sich seinerzeit ganz dem Kampf gegen den Diktator Samoza verschrieben hat. Die dramatischen Wandgemälde erzählen noch heute davon. Von Granada aus lohnt es sich, einen Ausflug auf den riesigen Nicaragua-See zu machen, zu den Isletas. 365 kleine Tropeninseln soll es im See geben, passenderweise für jeden Tag im Jahre eine. Auf dem Weg dorthin sollten wir Ausschau halten nach Fischadlern, Eisvögeln und Kaimanen. Die Inseln sind übrigens erst rund 10.000 Jahre alt. Der Hausvulkan Granadas, der Mombacho, brach damals aus. Seither hat der See die Inseln und der Vulkan ist leicht ramponiert.

Artenreiches Costa Rica

Auch wenn wir während unserer Rundreise feststellen, dass eigentlich ganz Mittelamerika ein grünes Paradies ist, kein Land auf unserer Tour nimmt es mit der Artenvielfalt Costa Ricas auf. Rundreise Mittelamerika ArtenvielfaltEin paar Zahlen dazu? Costa Rica ist gerade einmal so groß wie Niedersachsen, bietet aber fünf Prozent aller weltweit lebenden Arten eine Heimat. Giftige Frösche und Göttervögel, 1.200 Schmetterlings-, 850 Vogel- und 237 Säugetierarten leben hier, um das Argument nur ein wenig zu stützen. Dazu geschätzte 14.000 Pflanzenarten, einige sind noch nicht entdeckt. Die meisten von ihnen sind in den tropischen Regenwäldern des Landes zu Hause. Hier ist alles prall und grün, Pflanzen und Tiere leben symbiotisch und schaffen so eines der komplexesten Ökosysteme der Erde.

Aber auch die Menschen Costa Ricas, die sich selber „Ticos“ nennen, wecken unser Interesse. Ob der Kaffeebauer auf der Zentralebene, die Näherin im Norden oder der Städter in San José...alle tragen den Wahlspruch „Pura Vida“, die Freude am Leben, im Herzen und in lächelnden Gesichtern.

Oh wie schön ist Panama

Panama ist wiederum eines dieser Länder Mittelamerikas, das viele unterschätzen. Panama = Panamakanal, so lautet die Gleichung. Bei unserer Rundreise durch den Süden Mittelamerikas präsentiert sich uns aber völlig überraschenderweise ein ganz eigener Mikrokosmos, der viele der Charakteristika Mittelamerikas wieder aufgreift. Es ist ein Land für Entdecker, die neben einem Wunderwerk der Technik einen Blick haben für die Ureinwohner des Landes, Interesse an kolonialen Festungen, Spaß an einem riesigen Angebot karibischer Strände und Neugierde auf eine Hauptstadt, die zu den lebendigsten des Isthmus zählt.

Panama la Vieja, das alte Panama: 1519 gründete Pedro Arias Dávila die Stadt an einer strategisch günstigen Stelle. Von ihr sieht man heute nur noch Ruinen, der berüchtigte englische Pirat Henry Morgan war schuld. Morgan wusste, wo er Reichtümer zu suchen hatte. Panama war der wichtigste Umschlagsplatz für lateinamerikanische Edelmetalle und Luxusartikel auf dem Weg nach Europa. Panama Stadt wurde wieder aufgebaut, zehn Kilometer weiter im Inland, und seither entwickelt sich die Stadt zu einer etwas chaotischen, aber liebenswerten Boomtown. An die alte Zeit vor dem Bau des Panamakanals 1904 erinnert noch das Casco Viejo, aber längst hat die moderne Stadt Platz für 900.000 Menschen geschaffen.

Szenenwechsel: Der Río Chagres ist der wichtigste Wasserlieferant des Panamakanals. Hier, nur vierzig Autominuten von der Hauptstadt entfernt, lernen wir auf unserer Rundreise durch Mittelamerika noch einmal eine ganz andere Welt kennen. Mit Einbäumen kommt man am besten voran auf dem Fluss durch den Dschungel, auf dem Weg zu dem Emberá. Die Ureinwohner Panamas, die auch in Teilen Kolumbiens siedeln, geben uns einen guten Einblick in ihre jahrtausendealte Kultur und können wortreich von den Herausforderungen der Moderne für ihr traditionelles Leben berichten.

Rundreise Mittelamerika PanamakanalReden wir auf unserer Rundreise durch Mittelamerika abschließend über den Kanal, der Panama berühmt gemacht hat. Denn in Panama ist es neben der Natur vielmehr die Beherrschung der Natur durch den Menschen, die uns in den Bann schlägt: Der Panamakanal ist ein eigentlich wahnwitziges Projekt. 180 Millionen Kubikmeter Erdreich wurden ausgehoben und rund 20.000 Arbeiter starben an Unfällen, Krankheiten und Fieber vor der Eröffnung im Jahr 1914. 100 Jahre später passieren ihn rund 14.000 Schiffe jährlich und sparen sich so die Umfahrung Südamerikas. Dabei ist die Idee des Kanalbaus so alt wie die Entdeckung Amerikas selbst. Schon 1513 hatte Vasco Núñez de Balboa den Pazifik entdeckt, seither wurden erste Pläne geschmiedet. Und natürlich machte sich auch Alexander von Humboldt seine Gedanken. Aber erst die Industrialisierung machte den Kanalbau möglich und rentabel. Und seit dem jüngsten Ausbau 2016, das lernen wir am Ende unserer Rundreise durch Mittelamerika, können sogar Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 15 Meter die Wasserautobahn nutzen.

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